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Eisentherapie für die Praxis

Eisenfunktionen

Aufgrund unterschiedlicher Aufgaben und Funktionen unterteilt man Eisen in Funktionseisen, Speichereisen und Transporteisen. Darunter finden sich Proteine, bei welchen Eisen als prosthetische Gruppe eines Enzyms in form von Häm vorliegt. Die rote Farbe des oxygenierten Hämoglobins, das für die rote Farbe dessauerstoffreichen, arteriellen Blutes verantwortlich ist, beruht auf der prosthetischen Hämgruppe. Das für die Sauerstoffbindung zuständige Häm besteht aus Protoporphyrin IX, in dessen Zentrum ein Eisen(II)-Ion komplex gebunden ist.
Eisen liegt auch als Eisen-Schwefel-Komplex oder gebunden an gewisse Aminosäuren vor.

Funktionseisen 80%
Hämoglobin 65%, Myoglobin 10: sie vermitteln den Sauerstofftransport im Blut  bzw. dem Muskel. Häm enthaltende Enzyme 5%.
Eisen bildet das Zentralion der Hämgruppe von Katalase, die den Abbau von H²O² katalysiert. Ähnliche Funktion haben auch die Peroxidasen. Das Eisen im Häm des aktiven Zentrums der Cytochrome spielte eine wichtige Rolle in der mitochondrialen Elektronentransportkette. Dazu gehören auch Schwefel-Eisen-Proteine. Diese Enzyme enthalten als Coenzyme Succinat-Dehydrogenase und Liponamid-Dehydrogenase.
Speichereisen 20%
60% in der Leber, davon 95% in Hepatozyten in Form von Ferritin und 5% in den Kupffer-Zellen als Hämosiderin. 40% in den Makrophagen des RES sowie dem Muskelgewebe, gespeichert als Ferritin.
Transporteisen 0,1-0,2%
Eisen wird an Transferrin gebunden transportiert.

Eisenversorgung
„Wer sich heute ausgewogen ernährt, hat von allem ausreichend und bedarf keiner zusätzlichen Vitamine oder Spurenelemente …“ . Diese und ähnliche Kommentare hört man immer wieder, auch aus wissenschaftlichem Mund. Aus diversen Ernährungsberichten geht jedoch hervor, dass ein dringender Handlungsbedarf bezüglich verschiedener Vitamine und ganz besonders auch von Eisen besteht. Das gilt, nicht nur, jedoch besonders für Frauen im gebährfähigen Alter.
Zum Beispiel die „Österreichischen Ernährungsberichte“ von 2003, 2008  und 2012.
Die HELENA Studie (1) mit 3.500 Jugendlichen, 13-17 Jahre alt, fand bei 25% der Teilnehmer ein Eisendefizit. Mehr Eisen mit der Nahrung zu verabreichen war die Empfehlung, um dem Anämierisiko zu begegnen. Die GRETA Studie (2) aus dem Jahr 2011, ergab bei ein- bis dreijährigen Kindern einen häufigen Mangel an Vitamin D, Vitamin B1, Folsäure und Eisen!

Die Aussage „Wer sich ausgewogen ernährt...“ sollte nur getroffen werden, wenn auch die korrekten Parameter im Blut gemessen werden.

Eisenmangel-Syndrom, Iron Deficiency Syndrom (IDS)
Vor über 100 Jahren wurden Patienten mit annähern normalem Hämoglobin, aber blassem Aussehen (Chlorose) mit Eisen behandelt und verloren Beschwerden vollständig. Dieses Krankheitsbild beschrieb und bezeichnete Morawitz (1910) als „Chlorose ohne Anämie“.
Vor über 50 Jahren ist diese Chlorose wieder entdeckt worden. 1957 von der Universität Innsbruck und 1971 von der Charite und Universitätsmedizin in Berlin bestätigt worden. Erstaunlicherweise wird dieses Wissen bis heute nicht gelehrt, obwohl zahlreiche Patienten mit IDS in der täglichen Praxis IDS mit großem Erfolg behandelt werden.
Auch die WHO anerkennt nur das Spätstadium des IDS, nämlich die IDA. Der Schweizer Arzt Beat Schaub hat sich 1997 diese Syndroms angenommen, den Namen IDS geprägt und ein Netzwerk von Eisenzentren aufgebaut, welche sich dem IDS widmen.

Patienten typische Symptome des IDS, bei einem nahezu normalen roten Blutbild auf. Der diagnostische Weg führt über die Bestimmung von Ferritin, TF, dem löslichen TRF sowie dem dazugehörigen klinischen Bild zur Therapie. Liegt der Ferritinwert unter 50mg/ml und passt die Klinik dazu so ist eine Eisentherapie erforderlich.

Nach der ersten Aufsättigungstherapie folgt die Erhaltungstherapie, gefolgt von einer Kontrolle drei Wochen und drei Monate nach Ende der Therapie. Dr. Beat Schaub legt größten Wert auf Qualitätskontrollen, saubere Diagnostik und ausreichende Therapie. In seinen Workshops für Ärzte wird das genaue Procedere vermittelt, welches unter dem Motto steht:
„Eisenmangel erkennen – berechnen – behandeln – vermeiden“.

Orale Therapie bei Eisenmangelanämie Eine patientenfreundliche Therapie ist ein Bedürfnis, das bis heute nicht zufriedenstellend erfüllt ist. Die Resorption der gängigen, oral verabreichten Produkte liegt bei 5 bis 20 % einer 100 mg Dosis. Das ist relativ gering. Beachtet man noch die unbedingte Erfordernis, weder schwarzen Tee, Kaffee, noch Milchprodukte in unmittelbarem Zusammenhang zu trinken, so sieht man, dass die Compliance eine Hürde darstellt, für viele eine große Hürde sich absolut compliant zu verhalten. Absolute Nüchternheit ist oberstes Gebot. Die Verträglichkeit lässt in vielen Fällen auch zu wünschen übrig, weil relativ häufig Magen- und Darmbeschwerden auftreten. Wird Eisen schon im Magen freigesetzt, ist die Wahrscheinlichkeit von Nebenwirkungen wesentlich höher. Andererseits führt eine verzögerte Freisetzung von Eisen zu einer schlechteren Bioverfügbarkeit. Letztlich ist die Dauer, um ein Defizit aufzufüllen, beträchtlich.

Trotz all dieser Argumente muss jede Form des Eisenmangels, ob mit oder ohne Anämie, behandelt werden. Entscheidend für einen nachhaltigen Erfolg ist nicht nur die Mangelbeseitigung, sondern auch die Auffüllung eines ausreichenden Depots.

Da Eisen nur in seiner zweiwertigen Form im Duodenum aufgenommen wird, haben sich dreiwertige Eisenpräparte nicht bewährt. Zum einen weisen sie eine schlechte Löslichkeit auf, zum anderen reagiert der DMT1 Transporter spezifisch auf Eisen (II).

Die Bestimmung der Bioverfügbarkeit oraler Eisenpräparate stellt eine weitere Herausforderung dar. Viele Imponderabilien sind zu berücksichtigen, weil die Eisenaufnahme von der jeweiligen Eisenversorgung des Organismus abhängig ist. Genauso wie das Serumeisen keinen geeigneten Marker für die Eisenversorgung darstellt, kann der Anstieg des Serumeisens nach Absorption zur Beurteilung der Bioverfügbarkeit nicht herangezogen werden.

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